Bahnsteig eines Kleinstadtbahnhofes irgendwo in der Provinz

Gemütlichkeit geht anders: 40 Minuten Aufenthalt irgendwo in der Provinz

Sonntagnachmittag, irgendein Bahnhof, an irgendeinem Ort irgendwo in der Provinz. Ein Regionalzug kommt an: „Diese Zugfahrt endet hier!“, die übliche Durchsage. Es ist ein ziemlich großer Bahnhof für diesen kleinen Ort, von hier aus geht es in alle möglichen Richtungen weiter, auch wenn das ein bisschen dauern kann, an einem Sonntagnachmittag. Vierzig Minuten, um genau zu sein. Vierzig Minuten an diesem kleinen Umsteigebahnhof irgendwo in der allerliebsten Provinz.

Zeit für einen Kaffee? Oder gar ein Bier oder eine Kleinigkeit zu essen?

Die Unterführung unter den Gleisen ist erstaunlich sauber. Die Bahnhofshalle auch, und auch der Vorplatz. Der Vorplatz ist menschenleer, das Zentrum des kleinen Ortes liegt vielleicht einen Kilometer entfernt und ob dort wirklich das Leben tobt am Sonntagnachmittag ist auch nicht wirklich gewiss. Und will man sich wirklich mit Gepäck auf den beschwerlichen Weg machen, einmal hin und zurück, Sightseeing light in vierzig Minuten? Was ist die Alternative?

In der Bahnhofshalle gibt es zwei Läden. Der eine ist geschlossen. Der andere bietet so ziemlich alles an, was man so braucht, wenn man unterwegs ist: von Süßigkeiten über Kaffee, Getränke, Kleinigkeiten zu essen, Zeitschriften, Zigaretten und sogar ein paar Bücher. Sieht also gut aus! Kaffee? Bier?

Sitzmöglichkeiten gibt’s nicht. In der Bahnhofshalle stehen ein paar Bänke, die sind schmuddelig und besetzt. Am Bahnsteig dasselbe. Die Mülleimer quellen über. Zum Glück kommt dann doch endlich der Anschlusszug…

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